Brennender Wagon am Bahnhof Flensburg

Schwieriger Einsatz für die Feuerwehr

Flensburg – In der Nacht zu heute wurde der Bundespolizei um 01.00 Uhr ein Feuer in den Abstellgleisen des Flensburger Bahnhofs am Peelwatt gemeldet. Bahnmitarbeiter hatten Qualm an einem abgestellten Regionalexpress festgestellt. Eine Streife der Bundespolizei stellte am Ereignisort starke Rauchentwicklung am Steuerwagen eines Zuges fest. Die Berufsfeuerwehr Flensburg und die Feuerwehr Engelsby erreichten kurz darauf den Einsatzort am Flensburger Bahnhof. Zunächst musste die Oberleitung mit einer Spannung von 15000 Volt über den Gleisen der Abstellgruppe abgeschaltet und durch die Feuerwehr geerdet werden. Im Anschluss wurde die Brandbekämpfung durchgeführt; der Qualm hatte sich mittlerweile auf einen Reisezugwagen ausgeweitet. Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig, da zunächst mehrere hundert Meter Schlauchleitung gelegt werden mussten. Der Einsatz der Feuerwehr war gegen 02.00 Uhr beendet.

Brandstiftung wird nicht ausgeschlossen

Die Bundespolizei und die Kriminalpolizei Flensburg haben die Ermittlungen aufgenommen und beschlagnahmten den Brandort. Die Brandermittler vom K2 der Bezirkskriminalinspektion Flensburg haben die Ermittlungen vor Ort aufgenommen. Nach bisherigen Erkenntnissen ist auch Brandstiftung als Brandursache nicht auszuschließen.

Es entstand Sachschaden in Höhe von mehreren hunderttausend Euro.

Die Bahnstrecke von und nach Flensburg war durch den Brand nicht beeinträchtigt. Der defekte Steuerwagen und ein Reisezugwagen mussten ausgesetzt werden, so dass der erste Zug nach Hamburg nur mit vier Reisezugwagen fahren konnte.

Vor kurzem kam es zu ähnlichen Bränden auf den Gleisen am Flensburger Bahnhof.