Der Arbeitsmarkt im Juni

Nochmals deutlicher Rückgang bei den Arbeitslosenzahlen.
Die Zahl der Arbeitslosen rutschte im Agenturbezirk Flensburg unter 17.000: mit 16.614 Personen waren im Juni 811 Arbeitslose weniger gemeldet als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote sank von 8,5 auf 8,1 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Arbeitslosigkeit um 13,2 Prozent zurück. „Von dem Rückgang profitierten auch viele Langzeitarbeitslose“, betont Agenturchefin Martina Würker.

Obwohl im Juni für viele junge Menschen die Ausbildung endete, ging die Arbeitslosenzahl auch bei den unter 25-Jährigen zurück (um 70 auf 2.277). Im Vergleich zum Vorjahr waren in dieser Altersgruppe 20 Prozent weniger arbeitslos gemeldet, bei den unter 20-Jährigen waren es sogar 35 Prozent weniger. „Das spricht dafür, dass viele Betriebe ihr Auszubildenden nach der Prüfung wieder übernehmen“ , so Würker.

Im Stadtgebiet Flensburg waren 4.733 Personen arbeitslos gemeldet, 174 weniger als im Mai. Die Arbeitslosenquote sank von 11,4 auf 11 Prozent. „So eine geringe Arbeitslosigkeit hatten wir in Flensburg zuletzt Ende 2000“, erklärt Claudia Remark, Chefin der ARGE Flensburg. Rund Dreiviertel der Arbeitslosen in Flensburg sind Kunden der Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Flensburg. Die ARGE betreute im Juni 3.544 Arbeitslose (124 weniger als im Mai). Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften sank von 6316 auf 6254.

Für Flensburg und die nähere Umgebung meldeten die Arbeitgeber 606 freie Arbeitsstellen. Gesucht werden vor allem Kraftfahrer, Lagerarbeiter, Schlosser und Mechaniker, Bürokräfte, Fachkräfte im Bausektor und Servicekräfte.

Die deutlichste Entwicklung gab es im Kreis Nordfriesland, wo die Zahl der Arbeitslosen binnen eines Monats um fast 10 Prozent zurückging. Im Juni waren 5.506 Personen arbeitslos gemeldet, 570 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote sank von 7,6 auf 6,9 Prozent.

Die Betriebe meldeten 373 freie Stellen, überwiegen in der Hotellerie, Gastronomie und im Einzelhandel. Gefragt sind aber auch Bürokräfte, Pflegekräfte und pädagogische Mitarbeiter.

Im Kreis Schleswig-Flensburg waren 7.388 Personen arbeitslos gemeldet, 174 weniger als im Mai. Die Arbeitslosenquote ging von 8,1 auf 7,9 Prozent zurück. Im Umkreis von Schleswig meldeten die Arbeitgeber 109 freie Stellen, im Umkreis von Kappeln 41. Die besten Chancen auf einen neuen Job haben Servicekräfte, Einzelhandelskaufleute und Verkäufer, Büro- und Pflegekräfte.

Was sind Bedarfsgemeinschaften?
Leben im Haushalt eines Arbeitslosengeld- II- Beziehers mehrere Personen und betreiben den Haushalt wirtschaftlich gemeinsam, werden im Regelfall alle zusammen als eine Bedarfsgemeinschaft behandelt. Bei der Prüfung der Hilfebedürftigkeit werden Einkommen und Vermögen aller Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft berücksichtigt. Für die Berechnung der Hilfeleistungen wird der Bedarf der gesamten Bedarfsgemeinschaft errechnet.