Deutschlandpremiere des Films „Tage des Zorns“ in Flensburg

Es hatte schon etwas von Filmfestspielen und mancher Zuschauer sprach von „Klein Hollywood“ als Produzent, Regisseur und Schauspieler des Films „Tage des Zorns“ vor das Kinoplex gefahren wurden und über den roten Teppich schritten. Wie es sich bei solchen Veranstaltungen gehört stellten sie sich dem Blitzlichtgewitter und den Fragen der Radio- und Fernsehjournalisten. „Tage des Zorns“ verbindet einen actionreichen Genreplot mit einer brisanten politischen Botschaft, die auf eine wahre Geschichte basiert.

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Regisseur Ole Christian Madsen liefert einen packenden und emotionsgeladenen Thriller, der seine Figuren in ein dichtes Netz aus Liebe und Verrat, Freundschaft und Misstrauen, Rache und Opferbereitschaft, Feigheit und Courage verstrickt.

Im Kopenhagen 1944 wird die Geschichte der Widerstandskämpfer „Flame“ und Citron erzählt, die zu den meist gesuchten Männern Dänemarks gehören. Die kaltblütige Beseitigung von Kollaborateuren hat sie bei den deutschen Besatzern und deren Oberbefehlshaber, Gestapo-Chef Hoffmann, zu Staatsfeinden Nr. 1 gemacht. In der eigenen Bevölkerung hingegen werden sie als Helden verehrt. Flame und Citron beschließen ihren eigenen Krieg gegen die Besatzer zu führen. Und bringen sich damit in höchste Gefahr…

Mit einem herausragenden Ensemble verzeichnete TAGE DES ZORNS in seinem Heimatland Dänemark innerhalb der ersten 3 Wochen nach Kinostart mehr als 500.000 Besucher und ist damit einer der erfolgreichsten dänischen Filme der vergangenen Jahre.

Für die Hauptrollen konnten mit Mads Mikkelsen und Thure Lindhardt zwei dänische Schauspieler gewonnen werden, die bereits international für Furore gesorgt haben. Mads Mikkelsen spielte z.B. den Bösewicht im letzten Bond-Film „Casino Royale“. Die zwei deutschen Darstellern haben ebenfalls nationale und internationale Erfolge zu verzeichnen: Hanns Zischler spielt den vermeintlichen Nazi Gilbert, der Flame in einen folgenreichen philosophischen Dialog über das Wesen des Krieges verwickelt. Und Christian Berkel – bekannt aus „Das Experiment“, „Der Untergang“ und zahlreichen Fernsehfilmen – spielt Flames teuflischen Gegenspieler, den Gestapo-Chef Hoffmann.

Regisseur Ole Christian Madsen beschäftigte sich schon seit jungen Jahren mit der Story der beiden Wiederstandskämpfer. Schon als 12-jähriger Junge hatte er ein Buch über Flame und Citron, welches ihn faszinierte. Immer wenn er sich die Seiten ansah kam er nicht daran vorbei mehr über die Story zu erfahren.

Flensburg als Austragungsort der Premiere ist für ihn der ideale Ort. Dänemark und Flensburg haben eine starke kulturelle und kommunikative Beziehung und da der Film von der vergangenen dänisch-deutschen Beziehung handelt, ist Flensburg der ideale Ort für die Deutschlandpremiere.

Zu den Ehrengästen zähle auch Ministerpräsident Peter Harry Carstensen, der sich den Film zusammen mit seiner Frau ansah. Er zeigte sich erfreut über die Entscheidung Flensburg als Premierenort zu wählen.

Der Film wird seinen Eindruck hinterlassen, da ist sich Carstensen sicher. Freigegeben ist der Film bereits ab 12 Jahre. Der Ministerpräsident hält den Film jedoch auch für pädagogische Zwecke durchaus geeignet.

Als Zeitzeuge war der 86 jährige Gunnar Dyrberg aus Kopenhagen anwesend. Er hat die Geschichte des Films am eigenen Leib erfahren und kannte die Figuren des Film persönlich.

Beim Publikum kam der Film gut an und wird viele sicherlich weiter für dieses geschichtliche Thema der dänisch-deutscher Vegangenheit sensibilisieren.