Ermittlungen im Flensburger Rathaus

Flensburg – Gestern fanden im Rathaus und weiteren städtischen Dienststellen Durchsuchungen von Büroräumen statt. Begründet werden die Ermittlungen des Landeskriminalamtes und der Kieler Staatsanwaltschaft mit einem Anfangsverdacht wegen Betrug und Untreue in Zusammenhang mit dem Konversionsprojekt Gartenstadt Weiche.

„Die Abwicklung dieser Maßnahme birgt für die Stadt viele komplexe Sachverhalte“, erläutert Brüggemann und stellt sich vor die in den Fokus der Ermittler geratenen Kollegen. Die private Erschließung von Wohnbauflächen unterscheidet sich grundlegend von einer stadteigenen Bereitstellung. Zahlreiche Einzelmaßnahmen und erforderliche Abstimmungen machen die Abwicklung des Projektes sehr kompliziert. Vor diesem Hintergrund ist es derzeit nicht möglich detaillierte Auskünfte zu diesem Sachverhalt zu geben, zumal alle vorhandenen Akten beschlagnahmt wurden. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Klaus Tscheuschner, der morgen von einer Dienstreise zurückkehrt, wird sich Brüggemann für eine Aufklärung dieses komplexen Sachverhaltes einsetzen.
„Die Gartenstadt Weiche ist ein hervorragendes privates Projekt, das Vorteile für den Stadtteil und auch die ganze Stadt bringt“, betont Bürgermeister Henning Brüggemann. „Ich gehe davon aus, dass alle, die daran mitgearbeitet haben, nach bestem Wissen und Gewissen für die Stadt Flensburg gehandelt haben“, ergänzt Brüggemann abschließend.