Feuer in geplanter Flüchtlingsunterkunft in Flensburg

Polizei geht von Brandanschlag aus

Flensburg (ots) – Heute Nacht kam es in Flensburg in der Travestraße zu einem Feuer in einer Erdgeschosswohnung. Anwohner hörten zunächst einen lauten Knall und sahen anschließend Flammen aus einer Einzimmerwohnung lodern.

Der Vorfall ereignete sich kurz nach 01.00 Uhr.  Die Anwohner in der Travestraße wurden durch einen lauten Knall aufgeschreckt und sahen sofort aus ihren Fenstern. In der geplanten Flüchtlingsunterkunft, einem achtgeschossigen Mehrfamilienhaus, konnten sie bereits einen Feuerschein durch die Fensteröffnung erkennen. Sie alarmierten die Feuerwehr, die kurz danach mit den ersten Streifenwagen eintraf. Zu diesem Zeitpunkt war das Feuer aber schon erloschen.

Das Gebäude sollte in der kommenden Woche durch die Stadt Flensburg für die Unterbringung von Asyl-Bewerber genutzt werden. Die Polizei geht von einem Anschlag aus.

Das Gebäude war nach derzeitigem Kenntnisstand unbewohnt. Menschen sind glücklicherweise nicht zu Schaden gekommen.

Das Staatsschutzkommissariat der Bezirkskriminalinspektion Flensburg hat in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Flensburg und mit Unterstützung der Staatsschutzspezialisten und der Brandsachverständigen aus dem Landeskriminalamt mit Hochdruck die Ermittlungen aufgenommen.

Polizei sucht Zeugen

Wer während der Tatzeit, aber auch im Zeitraum vor und nach der Tat verdächtige Beobachtungen gemacht hat, wird gebeten, sich unter der Rufnummer 0461/484-0 oder über 110 mit der Polizei in Verbindung zu setzen.