Fliegerbombe aus Kieler Hafenbecken geborgen und entschärft

fliegerbombe.jpgKiel (ots) – Die im Kieler Hafenbecken aufgefundene Bombe konnte um 19.55 Uhr am Freitagabend ohne nennenswerte Probleme entschärft werden. Von der Räumung rund um die Bergungsstätte waren etwa 1.000 Personen betroffen. Die Spezialisten des Kampfmittelräumdienstes haben gegen 18.30 Uhr mit der Bergung der fünf Zentner schweren Bombe begonnen. Hierzu musste diese mit Hilfe von Hebeballons aus dem Hafenbecken gehoben
werden, wo die Fliegerbombe in etwa 14 Meter Tiefe lag. Von der Wasseroberfläche konnte das Relikt aus dem zweiten Weltkrieg mittels eines Krans an Land befördert werden. Die Entschärfung erfolgte ab 19.25 Uhr an Ort und Stelle ohne größere Komplikationen. Um 19.55 Uhr war die Gefahr beseitigt und der Zünder entfernt.

Die Kieler Polizei sperrte den Bereich um die Bergungsstätte ab 18 Uhr weiträumig ab. Von der Räumung waren auch Besatzung und Passagiere eines im Hafen liegenden Schiffs der Stena-Line betroffen. Die etwa 800 Personen mussten das Schiff verlassen und hatten die Möglichkeit, sich für die Dauer der Entschärfung in einer nahe gelegenen Markthalle aufzuhalten.

Rund 200 weitere Personen aus angrenzenden Wohnungen und Geschäftsräumen mussten diese ebenfalls verlassen. Alle Betroffenen zeigten sich kooperativ, es gab keinerlei Schwierigkeiten. Größere Verkehrsprobleme entstanden ebenfalls nicht.

Die Polizei war mit elf Streifenwagenbesatzungen vor Ort, die Wasserschutzpolizei sperrte zusätzlich mit drei Booten den Bereich des Hafenbeckens ab.