Grönemeyer begeisterte Flensburg!

Ca. 22.000 Besucher und viele Zaungäste beim Herbert Grönemeyer Open Air Konzert in Flensburg
Für Flensburg war es ein noch nie dagewesenes Ereignis welches Fans und „Nichtfans“ gleichermaßen begeisterte. Ein Hauch von Stadion-Atmosphäre ging akustisch von der EXE aus als Herbert Grönemeyer um ca. 20:30 Uhr die Bühne betrat und lautstark bejubelt wurde. Sein Bühnenoutfit bestand aus blauen Jeans und weißen Schuhen. „Ich denke unser Outfit stimmt. Ganz blau, weisse Schuhe – ich denke das trägt man im Norden.“ beschrieb Grönemeyer sein Outfit mit einem rollenden R.
Obwohl es schwer war ihn auf der riesigen Bühne auszumachen war Herbert sehr präsent. Dafür sorgte auch die enorme Lautsprecheranlage. Allein die Bühne schluckte mehr Energie als der gesamte Jahrmarkt, der sonst auf der EXE stattfindet.

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Gute 2,5 Stunden dauerte das Konzert in dem Grönemeyer viele neue Stücke seiner letzten Alben aber auch die Klassiker aus den 80ern wie Männer, Vollmond, Alkohol und Flugzeuge im Bauch brachte. Letztere gehörten zu seinen zahlreichen Zugaben. „Zeit das sich was dreht“ sollte der letzte Song sein und einige Besucher verließen verfrüht das Gelände wodurch sie die ca. 10 Zugaben verpassten.

Viele der Bewohner rund um die EXE veranstalteten spontane Grönemeyer-Parties in ihren Vorgärten und auf ihren Balkonen. Ganz kühne stellten sich gleich auf die Hausdächer um einen Blick auf die Bühne zu erhaschen.

Aus polizeilicher Sicht verlief das Konzert nahezu störungsfrei. Der Großteil der Konzertbesucher traf ab etwa 18.45 Uhr am Veranstaltungsort ein. Quasi im Minutentakt strömten die Besucher auf das Gelände. Polizei und Hilfskräfte hatten wenig Grund zum Eingreifen. Größere Verkehrsprobleme oder Staus gab es nicht. Dies lag neben der professionellen Abwicklung des Konzertes auf Veranstalterseite und der umfangreichen Vorberichterstattung in den Medien sicher auch daran, dass die Verkehrsteilnehmer in großer Zahl die Empfehlungen von Ordnungsbehörde und Polizei beherzigten. So wurde z.B. das kostenlose Park&Ride-Angebot von den Besuchern der Veranstaltung sehr gut angenommen. Auch die Zusammenarbeit zwischen Veranstalter, Polizei und den einzelnen Hilfs- und Rettungskräften gestaltete sich reibungslos. Dennoch kam es zu 20-25 Einsätzen des Rettungs- und Sanitätsdienstes. Bei den Einsätzen mussten die Helfer sich um Übelkeit, Schwangerschaft, Herzproblemen und eine ausgekugelte Schulter kümmern.

Auch den Einsatz der Stadt Flensburg muss man loben, dass sie es möglich machte ein solch einmaliges Event in Flensburg zu veranstalten. Die Zeit war auch längst überfällig. „Endlich mal richtig was los in Flensburg“ hörte man immer wieder unter den begeisterten Besuchern, mit der Hoffnung auf weitere ähnliche Ereignisse hier im Norden.