Kein Mindestlohn bei Einstiegsqualifizierung

Das Gesetz zur Stärkung der Tarifautonomie ist am 15.08.2014 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden – damit tritt der Mindestlohn ab 01.01.2015 in Kraft. Im Gesetz zur Regelung eines allgemeinen Mindestlohnes (MiLoG) wird klargestellt, dass der Mindestlohn keine Anwendung bei Teilnehmern/innen an Maßnahmen der Einstiegsqualifizierung (EQ) findet.

Einstiegsqualifizierungen sind Langzeitpraktika für Jugendliche mit Startschwierigkeiten am Ausbildungsmarkt. „Viele Jugendliche werden erst auf den zweiten Blick zur ersten Wahl. Im Norden Schleswig-Holsteins münden nach einer Einstiegsqualifizierung aktuell zwei von drei Teilnehmern in eine reguläre Ausbildung ein“, so Heike Döpke, Leiterin der Agentur für Arbeit Flensburg.

Rahmenbedingungen für EQ:

  • Dauer: 6-12 Monate
  • die Arbeitsagentur zahlt den Arbeitgebern monatlich bis zu 216 als Zuschuss zur Praktikumsvergütung Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von 107 Euro
  • Teile des EQ können auf die Ausbildung angerechnet werden.

Im Agenturbezirk Flensburg sind immer noch Ausbildungsstellen unbesetzt.

Speziell der Einzelhandel, das Handwerk sowie das Hotel- und Gaststättengewerbe bieten noch zahlreiche freie Ausbildungsplätze.
„Die Sicherung des Fachkräftenachwuchses ist eine zentrale Herausforderung für die Betriebe. Geben Sie auch vermeintlich schwächeren Bewerbern eine Chance und nutzen Sie das Erfolgsmodell Einstiegsqualifizierung“, so Döpke.