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LKA-SH: Falsche Polizeibeamte: Ermittlungsgruppe des …

LKA-SH: Falsche Polizeibeamte: Ermittlungsgruppe des
Landeskriminalamtes Schleswig-Holstein nimmt Tatverdächtige fest und
durchsucht Wohnungen in Bremen

Kiel (ots) – Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaften Kiel und
Lübeck sowie des Landeskriminalamtes Schleswig-Holstein

Am 21.11. vollstreckten Beamte der Ermittlungsgruppe „Recall“ des
Landeskriminalamtes Schleswig-Holstein (LKA) zwei Haftbefehle der Amtsgerichte
Kiel und Ahrensburg und nahmen zwei 28 und 22-jährige Männer in Bremen fest.
Insgesamt wurden bei dem Einsatz, an dem insgesamt 44 Beamte des LKA
Schleswig-Holstein und des Polizeipräsidiums Bremen beteiligt waren, die
Wohnungen der beiden Männer sowie weiterer 4 Tatverdächtiger durchsucht. Den
beiden Festgenommenen wird vorgeworfen, als Mitglieder einer Bande drei
Geldabholungen bei lebensälteren Geschädigten in Kiel und Ahrensburg durch
falsche Polizeibeamte organisiert und durchgeführt zu haben. Die Täter erlangten
dabei insgesamt 61.000 Euro. Den Geschädigten wurden in Telefonanrufen aus
Callcentern in der Türkei Gefahren-Szenarien vorgetäuscht, wonach ihr Erspartes
durch bevorstehende Einbrüche bzw. untreue Mitarbeiter von Geldinstituten
bedroht sei. Durch diese seit 2015 bekannte Masche werden vorwiegend ältere
Menschen dazu gebracht, höhere Geldbeträge bei ihrer Bank abzuheben und es
anschließend an der Haustür oder in der Nähe des Wohnortes einem vermeintlichen
verdeckten Ermittler zu überlassen. Einer der festgenommenen Männer soll die
Abholungen auf Weisung anderer Bandenmitgliedern organisiert und das erbeutete
Bargeld von den beauftragten Geldabholern in Empfang genommen zu haben. Der
Löwenanteil ist an die Hintermänner in der Türkei geflossen. Der zweite
Festgenommene steht im Verdacht, in den Fällen als Geldabholer vor Ort agiert zu
haben. Den vier weiteren Tatverdächtigen wird vorgeworfen, u.a. als Fahrer bei
den Geldabholungen beteiligt gewesen zu sein. Die beiden Festgenommenen wurden
dem Amtsgericht Bremen vorgeführt. Dort wurden die Haftbefehle verkündet. Beide
befinden sich nun in Untersuchungshaft. Bei den Durchsuchungen wurden diverse
Beweismittel sichergestellt, die nunmehr kriminaltechnisch ausgewertet werden.
Die größtenteils sehr aufwändigen Ermittlungen führten in jüngster Vergangenheit
immer wieder zu Festnahmen von Logistikern und Abholern. Teilweise konnten sogar
hohe Bargeldbeträge sichergestellt werden, die bestimmen Geschädigten zuzuordnen
waren. Es handelt sich überwiegend um Organisierte Kriminalität, die im
deutschsprachigen Raum verübt wird. Gegen eine Reihe von Tatverdächtigen in der
Türkei bestehen internationale Haftbefehle diverser Justizbehörden.

Rückfragen bitte ausschließlich an:
Staatsanwaltschaft Kiel
Oberstaatsanwalt Bimler
0431 6043001

Landeskriminalamt Schleswig-Holstein
Uwe Keller
Telefon: 0431/160-4012
E-Mail: Presse.Kiel.LKA@Polizei.LandSH.de

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/2256/4447544
OTS: Landeskriminalamt Schleswig-Holstein

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