Kategorien
Archiv Polizeimeldungen

POL-SH: Gemeinsame Pressemitteilung von Landespolizeiamt und …

POL-SH: Gemeinsame Pressemitteilung von Landespolizeiamt und
Landeskriminalamt: Für einen sicheren Jahreswechsel – Hinweise der
Landespolizei

Kiel (ots) – Zu Silvester und dem Jahreswechsel ist aus Sicht der Polizei wieder
von einem stark erhöhten Einsatzaufkommen gegenüber anderen Nächten auszugehen.
Dabei spielen ausgelassene Feiern, auch im öffentlichen Raum, Alkoholkonsum und
der Umgang mit Feuerwerk eine große Rolle. Es sind immer wieder
Auseinandersetzungen, Störungen und Gefahren zum Beispiel durch den unachtsamen
Umgang mit Pyrotechnik festzustellen. Deshalb erhöht die Landespolizei ihre
Präsenz zu Silvester und in der Neujahrsnacht deutlich.

Wer in Auseinandersetzungen gerät oder diese beobachtet, sollte die
Zivilcourage-Tipps befolgen:

– Helfen Sie, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen
– Fordern Sie andere aktiv und direkt zur Mithilfe auf
– Beobachten Sie genau und prägen Sie sich Täter-Merkmale ein
– Organisieren Sie Hilfe und wählen den Notruf 110
– Kümmern Sie sich um Opfer und stellen sich bitte als Zeuge zur
Verfügung.

Besonders wichtig ist der richtige Umgang mit Feuerwerksartikeln. Hier unsere
Tipps:

– Pyrotechnische Gegenstände unterliegen in Deutschland dem
Sprengstoffgesetz und werden nach dem Grad ihrer Gefährlichkeit
in unterschiedliche Kategorien eingeteilt. Generell müssen in
Deutschland alle pyrotechnischen Gegenstände geprüft und
zugelassen sein. Konkret bedeutet dies, dass alle zugelassenen
pyrotechnischen Gegenstände das CE-Zeichen und die
Registriernummer zum CE-Zeichen aufweisen müssen. Fehlen die
genannten Kennzeichnungen, ist Vorsicht geboten! Hauptsächlich
bei Artikeln aus dem östlichen Ausland handelt es sich aufgrund
der fehlenden Zulassung um illegale und vor allem gefährliche
Pyrotechnik. Solche Feuerwerkskörper enthalten in der Regel
einen sogenannten Knallsatz, der bei der Reaktion eine
Explosionsenergie entwickelt, die durchaus mit gewerblichem
Sprengstoff vergleichbar ist. Illegale Feuerwerkskörper können
schwere Verletzungen zur Folge haben, z. B. Knalltraumata,
Verbrennungen, Verlust von Gliedmaßen, Verätzungen, Atemnot oder
Lungenschäden.
– Besitz, Weitergabe und Abbrennen nicht zugelassener Böller sind
strafbar.
– Niemals Böller und Feuerwerks- oder Sprengkörper selbst
herstellen! Solche Explosivstoffe (Selbstlaborate in
Sprengkörpern) unterliegen dem Waffengesetz und/oder dem
Sprengstoffgesetz und gelten als Sprengvorrichtungen. Bei
entsprechenden Vergehen droht eine Freiheitsstrafe von sechs
Monaten bis zu fünf Jahren. Wird durch die Explosion eine Person
verletzt oder ein Schaden von mehr als 1500,- EUR verursacht,
gilt die Tat sogar als Verbrechen (ab einem Jahr
Mindestfreiheitsstrafe).
– Die örtlichen Beschränkungen sind zu beachten (in unmittelbarer
Nähe von z. B. Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen
sind Feuerwerke generell verboten, gleiches gilt für besonders
geschützte und brandgefährdete Bauwerke wie zum Beispiel
Reetdachhäuser).
– Feuerwerk der Kategorie F1 („Tischfeuerwerk“) darf durch
Personen ab 12 Jahren abgebrannt werden, Feuerwerk der Kategorie
F2 („Böller“ und Silvesterraketen) erst ab 18 Jahren.

Nähere Hinweise finden Sie auch im Infoblatt des Programms Polizeiliche
Kriminalprävention unter www.polizei-beratung.de und auf der Seite der
Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung unter www.bam.de.

Wir wünschen den Bürgerinnen und Bürgern einen guten Rutsch und ein frohes neues
Jahr 2020!

Rückfragen bitte an:

Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration
Schleswig-Holstein
Landespolizeiamt
Mühlenweg 166
24116 Kiel
Telefon: +49 (0)431 160 61400
E-Mail: pressestelle.kiel.lpa@polizei.landsh.de

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/58623/4478452
OTS: Landespolizeiamt

Impressum
news aktuell GmbH, Sitz: Mittelweg 144, 20148 Hamburg
Telefon: +49 (0)40 4113 32850, Telefax: +49 (0)40 4113 32855,
E-Mail: info@newsaktuell.de, Web: www.newsaktuell.de
Registergericht: Hamburg, Registernummer: HRB 127245
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gemäß § 27 a Umsatzsteuergesetz: DE815240626
Vertretungsberechtigte Personen: Frank Stadthoewer (Geschäftsführer), Edith Stier-Thompson (Geschäftsführerin)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*