Schul- und Ausbildungsende lässt Arbeitslosenzahlen steigen

Der Arbeitsmarkt im Bezirk Flensburg

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Norden Schleswig-Holsteins gestiegen. Im Juli waren im Agenturbezirk Flensburg 17.745 Personen arbeitslos gemeldet, 365 (2,1 Prozent) mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Anstieg jedoch mit 610 (-3,3%) erneut wesentlich geringer ausgefallen. Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 7,4 Prozent (Vormonat: 7,2; Vorjahr: 7,7 Prozent).

„Viele junge Menschen meldeten sich nach Beendigung ihrer Schul- oder Ausbildungszeit arbeitslos. Jedoch ist bei den unter 25-Jährigen die Arbeitslosigkeit mit 13,2 Prozent in diesem Jahr deutlich geringer ausgefallen. Im Vorjahr betrug sie noch 17,1 Prozent.“, erläutert Heike Döpke, Leiterin der Agentur für Arbeit Flensburg. Sie befänden sich in der so genannten Sucharbeitslosigkeit und würden erfahrungsgemäß kurzfristig in Ausbildung, Arbeit oder Studium einmünden.
Insgesamt zeige sich der Arbeitsmarkt robust: Jugendlichen, die für dieses Jahr noch einen Ausbildungsplatz suchen, empfiehlt sie, auch jetzt noch auf Ihren Berufsberater zuzugehen. Für die verschiedensten Berufe gibt es noch unbesetzte Ausbildungsstellen.

Dem Arbeitgeberservice wurden seit Jahresbeginn 5840 freie sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet, 262 Stellen mehr als vor einem Jahr (+ 4,7 %). Eingestellt wurde vor allem in der Gastronomie, im Hochbau, im Lager-, Logistikbereich sowie in der Gebäudereinigung.

Die meisten freien Stellen gibt es aktuell im Einzelhandel, im Bereich der sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen, im Gesundheits- und Pflegewesen, in der Zeitarbeit und in der Hotellerie und Gastronomie.

Arbeitsmarkt Juli 2014

Arbeitsmarkt Juli 2014

Stadt Flensburg

Im Stadtgebiet Flensburg waren im Juli 5.166 Personen arbeitslos gemeldet, 190 (3,8 Prozent) mehr als im Juni, 128 (-2,4 Prozent) weniger als im Juli 2013.
Die Arbeitslosenquote stieg von 10,2 auf 10,6 Prozent (Vorjahr: 11,1 Prozent).

596 sozialversicherungspflichtige Jobs waren in der Stadt Flensburg zu vergeben, 53 mehr als im Juni 20,6 mehr als vor einem Jahr. Der größte Bedarf besteht derzeit in den Zeitarbeitsfirmen und im Einzelhandel.

Alle 3.875 arbeitslosen Flensburger, die Arbeitslosengeld II beziehen, betreut das Jobcenter Flensburg, 45 mehr als im Juni, 46 (1,2 Prozent) weniger als vor einem Jahr.
Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften stieg im Juli um 21 auf 6.450 (113 weniger als vor eine Jahr).
Die Kunden in den Bedarfsgemeinschaften weisen die geringste Zahl in einem Juli seit Bestehen des Jobcenters auf.

Kreis Schleswig Flensburg

Im Kreis Schleswig-Flensburg stieg die Zahl der Arbeitslosen um 125 (1,7 Prozent) auf 7.466. Im Vorjahresvergleich ein Rückgang um 379 (-4,8 Prozent).
Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 7,3 Prozent (Vormonat: 7,2 Prozent, Vorjahr: 7,6 Prozent).

677 sozialversicherungspflichtige Jobs waren im Kreisgebiet zu besetzen, 17 weniger als im Juni, 100 mehr als vor einem Jahr.

Geschäftsstelle Schleswig

Im Bereich der Geschäftsstelle Schleswig waren 3.575 Personen arbeitslos gemeldet, 68 (1,9 Prozent) mehr als im Juni, 143 (-3,8 Prozent) weniger als im Vorjahr.
Die Arbeitslosenquote stieg von 7,9 auf 8,1 Prozent (Vorjahr: 8,3 Prozent).

„Von einer Sommerflaute ist nichts zu spüren“, so Kai-Ingwer Bendixen, Leiter der Arbeitsagenturgeschäftsstellen in Schleswig und Kappeln.

„Auch zur Jahresmitte wird weiterhin insbesondere im Baubereich Personal nachgefragt. Vor allem Maurer und Zimmerer bilden hier den Schwerpunkt, aber auch der Beruf des Reetdachdeckers ist gefragt. Daran, dass Arbeitgeber inzwischen auch auf gute Helfer zurückgreifen ist zu erkennen, dass der Fachkräftemangel weiterhin präsent ist und die Betriebe bremst.

Hierzu hat die Arbeitsagentur Schleswig zusammen mit der IHK am 24.06.2014 eine Informationsveranstaltung für Arbeitgeber durchgeführt. Laut Bendixen wurde über verschiedene Möglichkeiten und finanzielle Förderungen seitens der Arbeitsagentur informiert. Allein im Bezirk der Arbeitsagentur Flensburg stehen 2014 drei Millionen Euro für Qualifizierung und Umschulung zur Verfügung, davon entfallen rund 510000 Euro auf die Bereiche der Geschäftsstellen Schleswig und Kappeln.

Gerade auch die betriebliche Umschulung kann für Betriebe interessant sein. Neben finanziellen Aspekten sprechen auch die vorliegende Lebenserfahrung und gezieltere Berufswegplanung des Umschülers für dieses Modell. In diesem Zusammenhang weist Bendixen daraufhin offen Umschulungsplätze der Arbeitsagentur zu melden, um hier geeigneten Bewerbern eine Chance zu geben.

Eine Befragung der Veranstaltungsteilnehmer ergab eine durchgehend positive Rückmeldung.

Aber nicht nur der Bereich Umschulung und Qualifizierung beschäftigt die Arbeitsagenturen in Schleswig und Kappeln.

Auch auf dem Ausbildungsstellenmarkt gibt es noch eine Vielzahl offener Ausbildungsplätze.

Interessierte Jugendliche sollten umgehend mit Bewerbungsunterlagen direkt im Arbeitgeberservice in den Geschäftsstellen Schleswig und Kappeln vorsprechen.

Geschäftsstelle Kappeln

Im Bereich der Geschäftsstelle Kappeln waren 1.249 Personen arbeitslos gemeldet, 22 (1,8 Prozent) mehr als im Juni, sechs und fünfzig (-4,3 Prozent) weniger als im Vorjahr.
Die Arbeitslosenquote stieg von 8,6 auf 8,8 Prozent (Vorjahr: 9,0 Prozent).

„Von einer Sommerflaute ist nichts zu spüren“, so Kai-Ingwer Bendixen, Leiter der Arbeitsagenturgeschäftsstellen in Schleswig und Kappeln.

„Auch zur Jahresmitte wird weiterhin insbesondere im Baubereich Personal nachgefragt. Vor allem Maurer und Zimmerer bilden hier den Schwerpunkt, aber auch der Beruf des Reetdachdeckers ist gefragt. Daran, dass Arbeitgeber inzwischen auch auf gute Helfer zurückgreifen ist zu erkennen, dass der Fachkräftemangel weiterhin präsent ist und die Betriebe bremst.

Hierzu hat die Arbeitsagentur Schleswig zusammen mit der IHK am 24.06.2014 eine Informationsveranstaltung für Arbeitgeber durchgeführt. Laut Bendixen wurde über verschiedene Möglichkeiten und finanzielle Förderungen seitens der Arbeitsagentur informiert. Allein im Bezirk der Arbeitsagentur Flensburg stehen 2014 drei Millionen Euro für Qualifizierung und Umschulung zur Verfügung, davon entfallen rund 510000 Euro auf die Bereiche der Geschäftsstellen Schleswig und Kappeln.

Gerade auch die betriebliche Umschulung kann für Betriebe interessant sein. Neben finanziellen Aspekten sprechen auch die vorliegende Lebenserfahrung und gezieltere Berufswegplanung des Umschülers für dieses Modell. In diesem Zusammenhang weist Bendixen daraufhin offen Umschulungsplätze der Arbeitsagentur zu melden, um hier geeigneten Bewerbern eine Chance zu geben.

Eine Befragung der Veranstaltungsteilnehmer ergab eine durchgehend positive Rückmeldung.

Aber nicht nur der Bereich Umschulung und Qualifizierung beschäftigt die Arbeitsagenturen in Schleswig und Kappeln.

Auch auf dem Ausbildungsstellenmarkt gibt es noch eine Vielzahl offener Ausbildungsplätze.

Interessierte Jugendliche sollten umgehend mit Bewerbungsunterlagen direkt im Arbeitgeberservice in den Geschäftsstellen Schleswig und Kappeln vorsprechen.

Kreis Nordfriesland

Im Kreis Nordfriesland waren 5.113 Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen, 50 (1 Prozent) mehr als im Juni, 103 (-2,0 Prozent) weniger als im Juli 2013.
1034 sozialversicherungspflichtige Jobs waren im Kreisgebiet zu besetzen, 64 weniger als im Juni, 34 mehr als vor einem Jahr.

Geschäftsstelle Tönning

Im Bereich der Geschäftsstelle Tönning waren 686 Personen arbeitslos gemeldet, 48 (-6,5 Prozent) weniger als im Juni, 44 (-6,0 Prozent) weniger als im Vorjahr.
Die Arbeitslosenquote sank von 6,6 auf 6,1 Prozent (Vorjahr: 6,5 Prozent).

162 sozialversicherungspflichtige Jobs waren im Juli zu vergeben, 13 weniger als im Juni, 38 mehr als vor einem Jahr. Besonders gefragt ist Personal für das Gastgewerbe und in der Pflege.

Geschäftsstelle Husum

Im Bereich der Geschäftsstelle Husum waren 2.865 Personen arbeitslos gemeldet, 103 (3,7 Prozent) mehr als im Juni, 19 (-0,7 Prozent) weniger als im Vorjahr.
Die Arbeitslosenquote stieg von 7,1 Prozent auf 7,3 Prozent (Vorjahr: 7,4 Prozent).
301 sozialversicherungspflichtige Jobs waren gleichbleibend wie im Juni auch im Juli zu vergeben, elf weniger als vor einem Jahr. Gesucht werden vor allem Kräfte im Baugewerbe, im Gesundheits- und Sozialwesen und in der Gastronomie.

Geschäftsstelle Niebüll

Im Bereich der Geschäftsstelle Niebüll waren 1.339 Personen arbeitslos gemeldet, 20 (1,5 Prozent) mehr als im Juni, 51 (-3,7 Prozent) weniger als im Vorjahr.
Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 4,9 Prozent (Vorjahr: 5,1 Prozent).
Das sonnige Wetter beschert dem saisonalen Bereich am Festland und auf den Inseln Föhr und Amrum einen positiven Trend erläutert Geschäftsstellenleiter Andre Teubler.

276 sozialversicherungspflichtige Jobs waren im Juli zu vergeben, 20 weniger als im Juni, 34 mehr als vor einem Jahr. Gefragt sind vor allem Kräfte in der Gastronomie, dem Einzelhandel und im Gesundheits- und Sozialwesen.

Geschäftsstelle Westerland

Im Bereich der Geschäftsstelle Westerland waren 223 Personen arbeitslos gemeldet, 25 (-10,1 Prozent) weniger als im Juni, 11 (5,2 Prozent) mehr als im Vorjahr.
Die Arbeitslosenquote sank von 2,1 auf 1,9 Prozent (Vorjahr: 1,8 Prozent).

Geschäftsstellenleiter Andre Teubler: „Das Saisongeschäft ist nun in die hitzige Phase gelangt. Wegen der sommerlichen Temperaturen und der Sommerferien hat sich die Insel mit Urlaubsgästen und einer Vielzahl von Tagesgästen merklich gefüllt. Das Geschäft brummt allerorts.“

295 sozialversicherungspflichtige Jobs waren im Juli zu vergeben, 31 weniger als im Juni, 27 weniger als vor einem Jahr. Besonders gefragt sind Köche und Servicekräfte für das Gastgewerbe, gesucht wird aber auch Personal für den Einzelhandel.

Erläuterungen:
Bedarfsgemeinschaften: Leben im Haushalt eines Arbeitslosengeld- II- Beziehers mehrere Personen und betreiben den Haushalt wirtschaftlich gemeinsam, spricht man von einer Bedarfsgemeinschaft.

Weitere Details finden Sie im Arbeitsmarktreport Juli 2014