Verfolgungsjagd aufgrund Blitzmarathon

21-jähriger nach gefährlicher Raserei durchs Wohngebiet im Rausch gestellt, Traktorfahrer gesucht

Eggebek – Am Donnerstagmittag, gegen 12:37 Uhr, kam es im Rahmen des bundesweiten Blitzmarathons zu einer gefährlichen Verfolgungsfahrt in Eggebek. Beamte des Polizei- und Autobahnreviers Nord, Fachdienst Bezirk Schleswig, nahmen in Eggebek einen aggressiven Rollerfahrer ins Visier, dessen Versicherungskennzeichen (aus 2002) abgelaufen war. Nachdem der Rollerfahrer die Stop- und Haltsignale der Polizei ignorierte, beschleunigte er sein Bike auf über 65 km/h und versuchte zu entkommen.

Auf der Flucht über die Hauptstraße, scherte der Rollerfahrer aus einer Einmündung rasend, vor einen Traktor, der nur durch ein Ausweichmanöver eine schwere Kollision verhindern konnte. Hierbei nutzte der Biker den Sicherheitsabstand zwischen dem Traktor und dem vorausfahrenden LKW.

Nach der Raserei durch ein Eggebeker Wohngebiet unterbrachen die Beamten die Verfolgung und kamen dem Flüchtigen wenig später an der Wohnanschrift im Raum Schleswig-Flensburg auf die Spur. Sie trafen hier auf einen zwischenzeitlich umgekleideten aufgeregten jungen Mann, der unter anderem außerdem versucht hatte, seinen Helm zu verstecken.

Der polizeibekannte 21-jährige Raser gab seinen zwecklosen Fluchtversuch zögerlich zu und räumte die Taten ein. Er konnte lediglich eine Mofa-Prüfbescheinigung vorweisen, ausgestellt für das Führen von Mofa mit einer bauartbestimmten Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h im öffentlichen Straßenverkehr. Nach eigenen Angaben erreicht er mit seinem Mofa über 90 km/h.

Raser unter Drogeneinfluss

Der junge Raser wirkte nicht fahrtüchtig. Ein freiwilliger Drogenschnelltest erhärtete den Verdacht. Er hatte Cannabis konsumiert, der Test verlief positiv auf THC. Sie sicherten eine Blutprobe.

Der 21-jährige wird sich in einem Ermittlungsverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Drogeneinfluss im Straßenverkehr und weiterer Verstöße zu verantworten haben. Die Fahrerlaubnisbehörde erhält Kenntnis und prüft, ob dem 21-jährigen in naher Zukunft überhaupt eine Fahrerlaubnis erteilt werden kann.

Zeugen und weitere Geschädigte, insbesondere der Traktorfahrer, werden gebeten, sich beim PABR Nord, Fachdienst Bezirk Schleswig, unter 04621/84-0 zu melden!