Vorläufiges Fazit des Sturms

Über 3000 Einsätze für die Hilfskräfte in Schleswig-Holstein.
Flensburg – Gestern, am 28.10.13, gegen 14:00 begannen 5 stürmische Stunden für den Norden von Schleswig- Holstein. Der Sturm fegte über das Land hinweg und sorgte für Verwüstungen. Es waren alle verfügbaren Einsatzkräfte im Einsatz und kümmerten sich im Dauereinsatz um die Sturmschäden.

Die Regionalleitstelle hatte Schwierigkeiten die Vielzahl von Notrufen abzuarbeiten. Die Einsätze mussten nach Dringlichkeit abgearbeitet werden, wodurch viele Einsätze offen bleiben mussten. Im gesamten Polizeidirektionsbereich Nord wird die Einsatzzahl zu den Sturmschäden auf ca. 1000 geschätzt. Im gesamten Schleswig-Holstein kam es zu über 3000 Einsätzen. Eine genaue Zahl kann nicht angegeben werden, weil man einfach nicht mehr mit dem Zählen nachkam.

Die genauen Schäden sind zur Zeit nur schwierig einzuschätzen. Im Polizeidirektionsbereich Nord sind unzählige Bäume abgebrochen und auf die Straße gestürzt. Dabei wurden auch eine Vielzahl von Bäumen komplett mit Wurzeln umgeworfen. Straßen mussten zeitweise komplett gesperrt werden. Baugerüste drohten umzufallen. Mehrere Dächer wurden beschädigt. Herabstürzende Dachziegel waren das kleinste Übel, es wurden auch großflächig Dächer abgedeckt. Dabei wurden etliche Fahrzeuge beschädigt.

Ebenso wurden mehrere Gebäude durch umgestürzte Bäume beschädigt. Bei einigen Gebäuden sind sogar Giebelwände eingedrückt worden.

Ein örtlicher Schwerpunkt ist nicht auszumachen, der gesamte Bereich von der Nordsee bis zur Ostsee ist betroffen.

Besonders tragisch ging der Sturm für einen 85-jährigen im Bereich Klueser Weg in Flensburg aus, er wurde gegen 15.00 Uhr von einem Baum erschlagen und verstarb.

Gegen 15:30 Uhr wurde eine Fußgängerin von einem umgestürzten Baum am Bein verletzt. Sie musste im Krankenhaus behandelt werden.

Gegen 19:00 Uhr legte sich der Sturm wieder.