Wahl der Bürgermeisterin / des Bürgermeisters in der Gemeinde Handewitt

Weiter im Bericht und weitere BilderAm Donnerstag den 15.Mai fand in der Zeit von 19:30 Uhr bis 21:00 Uhr in der gut besuchten kleinen Sporthalle der Gemeinschaftsschule Handewitt die Vorstellung der Kandidaten für die Wahl der Bürgermeisterin / des Bürgermeisters der Gemeinde Handewitt statt. Nach dem Zusammenschluss der beiden Gemeinden Jarplund -Weding und Handewitt besteht erstmals die Möglichkeit einen hauptamtlichen Bürgermeister für Handewitt zu wählen. Zu dieser Wahl stellen sich Frau Britta von der Wehl (Parteilos) und der von den Fraktionen aus CDU und SPD aufgestellte Dr. Arthur Christiansen (CDU).

Nachdem der Gemeindewahlleiter Gerd Riemer alle Anwesenden begrüßte, hatten beide Kandidaten die Gelegenheit sich persönlich bei den Bürgern vorzustellen.Hierbei trafen zwei gänzlich unterschiedliche Charaktere aufeinander. Auf der einen Seite die sich selbst so bezeichnende „Visionärin“ und Analystin Frau von der Wehl, die zum einen auf Ihre Kompetenzen hinwies die sie sich als Dipl. Informatikerin bei der Stadt Nürnberg erworben habe und auf der anderen Seite der Kommunalpolitiker und Pragmatiker Dr. Christiansen der sich schon als Amtsvorsteher des ehemaligen Amtes Handewitt einen Namen gemacht hat.

Vergleicht und glaubt man Ihren Wahlprogrammen, stellt man fest, dass in den bedeutenden Kernpunkten und Sachthemen weitgehend Übereinstimmung über die künftige Entwicklung der Gemeinde bei beiden Anwärtern herrscht. Allerdings gab es kontroverse Diskussionen über die Durchführung und Rechtmäßigkeit bei einigen Vorhaben. Insbesondere bei den Themen Sicherheit und Verkehr prallten die Meinungen aufeinander.

In den 1 ½ Stunden Redezeit bekamen die Bürger die Möglichkeit den Kandidaten ihre Fragen zu stellen. Auffällig war, dass überwiegend Fragen aus den Reihen der Gemeindepolitiker und weniger aus der Wählerschaft gestellt wurden. Dies führte dazu, dass bei den Antworten streckenweise beide Kandidaten sich gegenseitig vorwarfen in Unkenntnis der gesetzlichen Rahmenbedingungen die Sachlage falsch einzuschätzen. Insbesondere war dies zu den Themen der Verkehrssicherheit und Lärmbelastung der Fall.

Leider blieben auch nach dieser Veranstaltung in vielen Fragen noch Unsicherheiten über die konkrete Durchsetzung der einzelnen Programme und der damit verbundenen Kosten. Es bleibt die Ungewissheit, ob es überhaupt möglich ist im Rahmen einer solchen Vorstellung greifbare Ergebnisse abzuliefern.

Nachgefragt bei einigen Zuhörern ob der neuen Erkenntnisse dieses Abends, waren die Meinungen von totaler Verwirrung bis hin zu Bestätigung der ohnehin gefestigten Meinung zu verzeichnen.

Es gibt also für die Kandidaten noch viel zu tun bis zum 25. Mai 2008.

Hans Soltysiak
Radio Flensburg